Neun Jahre jung war Josua Käser aus dem Dörflein Gysenstein zwischen Münsingen und Konolfingen 2006. Im Fernseher lief der Musikwettbewerb Eurovision Song Contest, und die finnische Band Lordi räumte mit «Hard Rock Halleluja» ab. «Das weckte mein Interesse an dieser Musik», sagt Käser.
Der heute 28-Jährige sitzt auf einem schwarzen Sofa im dritten Untergeschoss eines Gewerbebaus in Bern, während er erzählt. Im Vergleich zu den Musikern von Lordi damals auf der Bühne sieht er zwar fast brav aus, mit den langen Haaren, die er zum Pferdeschwanz gebunden hat, dunklen Kleidern und aufmerksamer Haltung im Gespräch. Die finnische Band dagegen trat mit dämonischen Masken, monströsen Kostümen und horrormässig rauem Gesang auf.
Fasziniert von der Energie
Der Funke zündete, und Josua Käser verschrieb sich dem Black Metal, einer Musikrichtung, die er nun bereits seit Jahren pflegt und die in noch dunklere Schichten vordringt als der Sound von Lordi. «Ich war schnell völlig fasziniert: vom Dunklen, von der Energie; davon, was es auslöst in mir», sagt der Drummer.
