«Der Bundespräsident soll baldmöglichst Alt-Bundesrat Adolf Ogi beauftragen, mit Wladimir Putin (…) das Gespräch zu suchen»: Gross steht dieser Satz unter dem Titel der Petition «Ukraine-Krieg stoppen!». Lanciert hat den Aufruf die Hilfsorganisation Human Front Aid unter dem Gründer und Geschäftsführer Bänz Margot. Aus einem Hotel in der ukrainischen Stadt Odessa sagt der 49-jährige Stadtberner in einem Videoanruf im August eindringlich, was auch im Petitionstext steht: «Die grösste humanitäre Hilfe ist, den Krieg zu beenden.»
Man spricht wieder darüber
Das ist gemäss Margot schliesslich das Ziel seines Engagements. Die Idee, den Alt-Bundesrat Adolf Ogi als Vermittler einzuspannen, gründe in dieser Maxime. Ein weiterer Grund sei, dass sich mit Oswald Sigg, dem ehemaligen Vize-Bundeskanzler und Bunderatssprecher, ein grosser Kenner der politischen Szene bei Margots Organisation engagiert. «Ich selbst bin nicht in der Politik zu Hause», sagt Bänz Margot lachend. Aber nun würden sie schauen, was aus der Idee entstehe.
Dass die Chancen auf Umsetzung klein sind, räumt er selbst ein. Doch sieht Bänz Margot jetzt bereits positive Folgen: «Man spricht öffentlich und auch wieder intensiver darüber, jemanden zu schicken, um Gespräche zu führen.» Die bis Mitte August über 1500 Unterschriften seien vielleicht nicht viel. Aber: «Wir probieren das jetzt. Es kann nur helfen, und wenn auch nur ein bisschen», hält Margot fest.
