Menschen bestimmen ihr Leben meistens gerne selbst – von der Wahl des Schuhbändels bis zu Entscheidungen bei Beerdigungen. Demokratie gilt bisher als die politische Form, in der die menschliche Vielfalt am wenigsten übergangen werden soll. Besonders hier gilt es also, freie Information möglich zu machen.
Medien transportieren diese zentralen Informationen. Und die Medien haben sich in den vergangenen Jahren enorm schnell fundamental geändert: dank des Internets und der darauf bauenden sogenannten sozialen Medien. Statt der grossen privat-wirtschaftlichen und öffentlich-rechtlichen Medienhäuser für Gedrucktes oder Audiovisuelles prägen heute internationale Riesenkonzerne die öffentliche Information: mit Plattformen wie Facebook, X, Tiktok, Instagram und anderen.
Fundamentale Unterschiede zu klassichen Medien
Zentraler Unterschied zu den «klassischen» Medien: Die journalistischen Leitplanken fehlen. Massgebend sind Berechnungen der Konzerne, die aufgrund der Klick- und Drückzahlen funktionieren. Ob eine Nachricht in der Realität stimmt oder nicht, ist sekundär, solange sie möglichst viel Aufmerksamkeit erhält.
Das fördert die Verbreitung von emotionsbestimmten Inhalten: Vor allem was empört, entsetzt, erstaunt, überrascht, wütend macht, erhält ein grosses Publikum.
