Ähnlich wie diese Redewendung aus der Volksweisheit lautet ein Lied der Formation «Boss-Buebe»: «S’ isch ja nur es chlises Träumli gsy, Träumli sind ja doch so schnell verby». Wie haben Sie es? Erleben Sie Träume nur als Schäume? Oder sind Sie auch schon von einem eindrücklichen Traum den ganzen Tag begleitet worden? Kennen Sie Albträume?
Gewisse neuropsychologische Forschungszweige bestätigen die obige Redewendung. Für sie sind Träume Tagesrestbilder, Fantasien, Illusionen, und sie leiten das Wort «Traum» vom indogermanischen «draugma» ab – Trugbilder. Ein Märchen der Gebrüder Grimm bringt einen anderen Akzent zum Ausdruck: Reich wird derjenige, der seinen Träumen glaubt – und nicht derjenige, der sie missachtet.
In manchen indigenen Kulturen gehört es zum Morgenritual, dass man sich die Träume erzählt, um herauszufinden, was am heutigen Tag zu berücksichtigen ist. Die Tiefenpsychologen S. Freud und C. G. Jung erkannten Träume als Ausdruck seelischen Erlebens. Ihre Symbole und Geschichten stehen mit Erfahrungen und Problemen in Zusammenhang, weisen auf noch Unbewusstes hin.
