Seit über 50 Jahren sammelt und sichtet die Fotostiftung Schweiz Lebenswerke von Fotografinnen und Fotografen. Unter den rund 160 archivierten Nachlässen stammen jedoch lediglich 26 von Frauen.
In einer neuen Ausstellung der Fotostiftung Schweiz in Winterthur werden jetzt die Arbeiten und Biografien von sieben Vertreterinnen des Berufsstandes vorgestellt und nacherzählt. «Frauen. Fragen. Fotoarchive.» widmet sich nicht nur ihren Lebenswegen, sie reflektiert gleichzeitig die gesellschaftlichen Bedingungen, innerhalb derer sich die Fotografinnen etabliert haben.
Soziologische Recherche
Die Schau ist somit eine Mischung aus soziologischer Recherche und einem Blick auf künstlerische und handwerkliche Ästhetik. Diese beiden Aspekte stehen in einem Dialog, wie es die Stiftung in ihrer Ausstellungsbeschreibung formuliert. Schriftdokumente und Fotografien zeugen von den Ausbildungs- und Arbeitsverhältnissen, Vorurteilen und Herausforderungen, denen sich die Frauen gegenübersahen. Gleichzeitig sollen die Bilder die Perspektive der Fotografinnen auf ihre Lebenswelten vermitteln.
