In einer ersten Phase erhalten rund 3000 vom Beben besonders betroffene Haushalte eine Unterstützung von 85 US-Dollar pro Haushalt, um sich mit lebensnotwendigen Gütern versorgen zu können. Heks wird die Verteilung der Bargeldhilfe überwachen. «Wir konzentrieren uns besonders auf vulnerable Familien, zum Beispiel Familien mit schwangeren Frauen, kleinen Kindern, älteren Menschen und solchen mit einer Beeinträchtigung», schreibt Heks-Mitarbeiter Francesco Melara, der die Hilfe vor Ort koordiniert auf eine Anfrage von «reformiert.»
Nach der Soforthilfe werde eine umfassendere Unterstützung nötig, insbesondere für den Wiederaufbau der Häuser. «Die Auswirkungen des Erdbebens werden die Gemeinden noch lange beeinträchtigen.»
Krisengebeuteltes Land
Myanmar ist eines der ärmsten Länder der Welt. Seit dem Militärputsch von 2021 herrscht im Land ein Bürgerkrieg. Das Erdbeben verschärft die ohnehin kritische wirtschaftliche und soziale Situation. Bereits davor war ein Drittel der Bevölkerung auf humanitäre Hilfe angewiesen. Das Militärregime hat nach dem Beben um internationale Unterstützung bei der Bewältigung der Katastrophe gebeten – ein Novum für das stark abgeschottete Land, zu dem auch internationale Medien kaum Zugang haben.
Chinesische, russische und indische Rettungskräfte waren sofort vor Ort. Mittlerweile sagten weitere Länder Unterstützung zu, Hilfswerke sammeln Spendengelder.
Auch das Schweizer Aussenministerium stellt 2,5 Millionen Franken bereit. Die Mittel sollen für Notunterkünfte, Trinkwasser, Nahrungsmittel und medizinische Versorgung eingesetzt werden. Zur Unterstützung der UNO-Organisationen werden überdies mehrere Fachpersonen entsendet, die beispielsweise die Sicherheit von Staudämmen überprüfen sollen.