Der Jodlerklub Echo vom Buechibärg singt in einer Dorfkirche: «Erhalt üs Gott». Das Lied, das traditionelle Volksmusik mit christlichen Werten verbindet, berührt viele in den Bänken. Sie wohnen einer Jodlermesse bei.
Bis heute gehören Jodlerchöre bei solchen Jodlermessen, bei Beerdigungen oder Bergmessen in der freien Natur zu einem gewohnten Anblick. Auch Werke wie die «Toggenburger Jodlermesse» zeigen exemplarisch, wie religiöse Texte und traditionelle Jodelmelodien perfekt harmonieren können.
Naturjodel als religiöse Erfahrung
Auch für den Schöpfer der «Toggenburger Jodlermesse», Musiker, Komponisten und Initianten der Klangwelt Toggenburg, Peter Roth, passen Jodeln und Spiritualität gut zusammen. Musik und insbesondere der Gesang besitzen für ihn eine spirituelle Kraft.
«Der Jodel ist weit mehr als folkloristische Tradition», sagt er. Für den bekannten Musiker wird gerade der Naturjodel zu einer Form religiöser Erfahrung – zu einem Klangraum, in dem Mensch und Natur zu etwas Transzendentem zusammenwachsen und in Resonanz treffen.
