Wer in Marthalen die Kirche betritt, sollte den Blick nach oben richten. Im Zuge des grossen Umbaus 1976 schuf der Engadiner Künstler Steivan Liun Könz (1940–1998) eine Bilderpredigt an der sandgestrahlten Holzdecke. Entlang des mächtigen Kreuzes wird die christliche Heilsgeschichte erzählt.
Eine Filiale des Klosters
Mit dem Umbau vor 50 Jahren bekam die Kirche auch einen neuen Dachreiter. So konnte das Geläut mit einer grossen Glocke ergänzt werden. Die Gussglasfenster von Roberto Niederer nehmen Motive der Decke auf.
Die Wurzeln der Kirche reichen weit zurück. Am 16. Mai 1126 weihte der Bischof von Konstanz die damals noch kleinere Kirche, die das Kloster Rheinau hatte bauen lassen.
Dorf erhält Pfarrer
Als die Reformation die Zürcher Landschaft erfasste, verlangte das Dorf einen eigenen Pfarrer. 1525 erfüllte ein Schiedsgericht den Wunsch und erhob Marthalen zu einer eigenständigen Pfarrgemeinde.
