In der Nacht auf den 11. September im Unterengadin ein Reisecar verunglückt. Waren Sie vom Care Team Grischun im Einsatz?
Jörg Wuttge: Ja, aber in diesem Fall wurden nur 2 Leute aus unserem Team aufgeboten. Denn der Grossteil der Verletzten wurde direkt in die umliegenden Spitäler gebracht und war somit zunächst versorgt.
Als Notfallseelsorger waren Sie auch beim Grossbrand in Thusis, Graubünden, am 21. August, im Einsatz. Wie erlebten Sie diese Nacht?
Da ich selbst Pfarrer in Cazis und am Heinzenberg bin und in Thusis wohne, war ich unmittelbar vor Ort. Das ist natürlich nicht der Regelfall. In der Nacht hörte die Hilfeschreie, denn der Unglücksort ist bloss 300 Meter von meinem Haus entfernt. Dann sah ich aus dem Wohnzimmerfenster riesige Flammen lodern. Ich zog mich an, schloss den Versammlungsort unter der Kirche auf und dann kam auch schon der Anruf.
